
Seit einigen Wochen läuft auf Kabel1 die fünfte Staffel des Mystery-Highlights “Lost”. Gestern wurden die Episoden 3 und 4 ausgestrahlt und ich frage mich, wann mich “Lost” endlich wieder in seinen Bann zieht. Als es 2005 in Deutschland los ging war das eines der absoluten Highlights der Woche. Man freute sich Dienstags schon auf die nächste Folge am Montag. Das vermisse ich mittlerweile völlig. Die Handlung ist inzwischen total abgedreht und absurd, Zeitverschiebungen sorgen für Durcheinander und man bekommt das Gefühl, total den Anschluss zu verpassen oder verpasst zu haben.
Die ständig aufgeworfenen Fragen werden noch immer nicht beantwortet, was die ganze Sache etwas zäh macht. Und langsam frage ich mich auch nicht mehr, wie es wohl weitergeht, sondern eher, ob mich das irgendwann wieder richtig interessieren wird. Vielleicht hätte man die Serie nach drei Staffeln enden lassen sollen. Potential ist für das Serien-Konzept fraglos reichlich vorhanden. Für meine Begriffe ist das aber nicht optimal ausgenutzt worden. Natürlich will ich nicht ohne das Ende von “Lost” zu kennen, über die ganze Serie urteilen, aber ab der vierten Staffel ging es schon merklich bergab.
Im Netz wurde spekuliert, ob die Drehbuchschreiber das Ende von “Lost” am Anfang selbst noch nicht ganz ausgetüftelt hatten und genau dieser Eindruck entsteht zuweilen. Es geht zwar irgendwie weiter, weil es gewiss ein großer kommerzieller Erfolg ist, aber das “wie” hinterlässt einen faden Eindruck. Bezeichnend irgendwie, dass der einstige Quoten-Garant nun von ProSieben zu Kabel1 verschoben worden ist.
Ich werde es in der nächsten Woche wieder anschauen, aber wenn es dann nicht zündet, dann lese ich den Ausgang vielleicht einfach im Internet nach. Umsonst möchte man die über die Jahre verteilten Staffeln ja schließlich nicht verfolgt haben.


Ab morgen läuft die 6. und finale Staffel in den USA. Da bin ich dann mal gespannt…