Eigentlich habe ich schon lange Zeit ein Konto bei Googlemail, aber genutzt habe ich das bislang höchstens mal sporadisch. Wirklich beschäftigt habe ich mich damit nicht, da es langweilig aussah und ich es nicht wirklich brauchte. Bis ich mir das mal in Ruhe angeschaut habe…
Angefangen hatte es damit, dass ich mir vor einigen Tagen mal spaßeshalber iGoogle konfiguriert habe. Irgendwas muss das ja haben, wenn es so viele Leute mit Begeisterung nutzen. Geht auch alles sehr schnell von der Hand, auch der Laie wird damit keine Probleme haben. Hier ein paar coole Designs angeschaut, da einige nützliche Gadgets hinzugefügt. Bahnhof?! Nicht wirklich. Was Designs sind, weiß selbst Oma-80, wobei bei ihren Tischdecken und Betttüchern eher die Rede von “Dessins” ist. Optik halt. Für jeden das passende dabei. Ich mag da eher dunklere Töne. “Encroaching Smoke 3.0″ heißt mein gewähltes Design. Und Gadgets sind einfach “Helferlein”, Optionen, die personalisierte Startseite dem Surfverhalten anzupassen. Ich habe zum Beispiel Gadgets der Bildzeitung, vom Kicker oder von Shortnews aktiviert. Die Seiten steuere ich sowieso regelmäßig an. Dadurch werden mir jeweils in übersichtlich dargestellten Tabellen die aktuellen Schlagzeilen dieser drei Webseiten angezeigt. Es gibt auch weitere Gadets, wie zum Beispiel das aktuelle Wetter, Börse, Notizzettel und und und, soweit habe ich mich damit dann noch nicht befasst.
Viel mehr aber mit Googlemail. Das erwähnte langweilige, biedere Design lässt sich in den Einstellungen natürlich beliebig ändern. Eine Vielzahl von Vorlagen steht dort zur Auswahl. Der eigentliche E-Mail-Betrieb sieht auch verblüffend modern aus. Ein Mailverlauf wird tabellarisch dargestellt, ähnlich wie ein Thread in einem Forum. Man kann entweder alle Mails dieses Verlaufs ausklappen, oder aber einzelne bzw. die jüngste Nachricht anzeigen. So quillt der Posteingang auch nicht über, wenn mal zu einem Thema 10 Mails ausgetauscht werden. Dargestellt wird lediglich die neueste Mail einer Diskussion. Viel anschaulicher kann ich das leider nicht beschreiben, sollte man sich bei Interesse einfach mal ansehen. Die Registrierung einer Mailadresse ist natürlich kostenlos und geht sehr viel schneller, als bei GMX, Web.de & Co., wo man den halben Lebenslauf preisgeben muss.
Das eigentlich Interessante ist jedoch die Möglichkeit, andere E-Mail-Adressen dort ebenfalls zu verwalten. So können POP3-Konten anderer Anbieter hinzugefügt werden. Wahlweise landen die Mails anderer Adressen dann auch im Posteingang, oder eben in eigens dafür automatisch angelegte Ordner. Wer sich seiner Sache dabei nicht ganz sicher ist, sollte auf jeden Fall einstellen, dass eine Kopie der Mail auf dem eigentlichen Server belassen wird. So sind alle Mails weiterhin über den bisherigen Weg abrufbar, wenn man das möchte. Letztendlich lässt sich Googlemail bedienen wie Thunderbird, Outlook etc. im Privatbereich. Multi-Mailadress-Management sozusagen. Kalenderfunktionen, Adressbücher und was man noch alles im Mailprogramm gebrauchen könnte, nutze ich selbst nicht, daher kann ich darüber bei Googlemail nichts schreiben. Für meinen Zweck ist das aber wirklich eine Bereicherung für’s Onlinesein. Ich muss nicht mehr verschiedene Webmail-Seiten ansteuern, muss nicht nach jeder Neuinstallation eines PCs Outlook o.ä. einrichten, sondern kann weltweit über Googlemail auf alle meine Mailkonten zugreifen, die ich dort verwalten möchte. Dazu muss man sich einfach nur bei Google einloggen. Ich finde das fantastisch und empfehle das an dieser Stelle daher gern weiter.


