Ich habe einen Handyvertrag, den ich ganz und gar nicht ausnutze. Für rund 25 Euro im Monat habe ich Flatrates für das deutsche Festnetz und für das o2-Handynetz. Ich habe also überlegt, wie ich aus diesem Vertrag evtl. rauskomme. Ist eigentlich nicht möglich, das ist schon klar. Dann fiel mir ein, dass ich in meinem Vertrag die “o2 Homezone” habe. Diese läuft noch immer auf meine vorige Oeynhausener Adresse, da meine Adresse in Vlotho dem o2-System unbekannt ist und eine Änderung nicht möglich ist.
Ich habe also versucht, mit dem Argument, die Homezone seit dem Umzug nicht mehr nutzen zu können, den Vertrag fristlos zu kündigen. o2 bietet auf der Webseite einen Service-Chat an, den ich zu diesem Anlass erstmals nutzte. Leider sagte mir der Mitarbeiter, dass dies kein Kündigungsgrund sei.
“Bei Vertragabschluss haben wir unseren Vertrag dahingehend erfüllt, da wir Ihnen eine Homezone zur Verfügung gestellt haben. Wenn Sie umziehen, ist das private Entscheidung und damit ist eine Kündigung jedoch nicht gerechtfertigt, da die Homezone noch nicht in jeder Ecke Deutschlands zur Verfügung steht. Dafür bieten wir alternativ den Inklusiv Paket Tarif an, welcher keine Homezone beinhaltet.”
Mir wurde übrigens vorgeschlagen, eine umliegende Anschrift als Homezone-Adresse zu hinterlegen und den 500m-Radius damit zu nutzen. Aber eine fremde Anschrift möchte ich nicht als die eigene angeben und eine astreine Lösung ist das ja nun wirklich nicht.
Ein wenig seltsam finde ich es schon, dass man ein Produkt, welches mit eben dieser Homezone wirbt, nicht außerordentlich kündigen kann, wenn man das vollständige Angebot nicht mehr nutzen kann. Anstelle dessen wird man auf ein preislich nahezu identisches Angebot verwiesen. Ich kann aber auch die Sicht von o2 verstehen, immerhin wird über den Vertrag ein neues Handy subventioniert. Wobei ich das in diesem Falle sogar zurückgegeben hätte. Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Kulanz erhofft. So werde ich den Vertrag zum Laufzeitende kündigen.



Die Homezone-Adresse ist nicht Deine Wohnanschrift. Einige Kollegen haben da eine willkürlich Adresse angegeben, damit sie sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz gerade noch so in der Homezone liegen. Klappt bestens! Ich verstehe Deine Entscheidung deswegen zu kündigen auch nicht. Einen sachlichen Grund (“möchte ich nicht” …) gibt es dafür nicht.
Ich weiß das schon, die Homezone ist dafür gedacht, damit man innerhalb dieser über eine Festnetznummer erreichbar ist und zu Festnetzkonditionen ausgehend telefonieren kann.
Wie schon geschrieben, ist mein Vertrag einfach in der Zwischenzeit absolut nicht mehr lohnend für mich, was bei der letzten Verlängerung noch nicht absehbar war. Ich hatte gehofft, über das Argument mit der Homezone zu sofort kündigen zu können, damit ich einen anderen Tarif wählen kann. Im Grunde genommen ist die Homezone nur ein vorgeschobenes Argument für die Fristlos-Kündigung. Ist moralisch nicht ganz einwandfrei, aber ich denke mir, dass man das zumindest versuchen kann, wenn man den zu Abschluss zugesicherten Umfang nicht mehr nutzen kann.
So wie es Andreas schon sagte ist die Adresse willkürlich eintragbar, was auch von Vorteil ist.
Habe ich damals auch immer so gemacht um eine recht hohe Zone abzudecken und das hat wunderbar funktioniert. Ich hatte praktische überall da meine Homezone wo ich mich aufgehalten habe. Vor ein paar Jahren lag der Radius nämlich noch bei rund 5 Kilometer rund um die Adresse, da war das schon richtig praktisch.