Nachdem ich gestern nach Feierabend noch ein paar Sachen zu erledigen hatte, konnte ich dann gegen 20 Uhr endlich die Playstation auspacken und anschließen. Optisch wirkt die Konsole im “Slim”-Design verglichen mit der Xbox 360 schon edler. Ich habe Sie am TV-Regal hingelegt, da mir die Platzierung stehend ohne weiteres Stand-Zubehör etwas arg riskant erschien.
Setup. Erstinstallationen von neuen Geräten finde ich immer sehr spannend und so “genoss” ich das Setup der Konsole, dass den Anwender verständlich von Bestätigung zu Bestätigung und von Eingabe zu Eingabe führt. Das (zu Beginn nicht zwingend benötigte) Herunterladen von System-Updates kam mir recht lang vor. Ich würde nicht wetten, dass die volle DSL-Bandbreite dabei ausgenutzt wird. Selbst ein 64-MB-Download, den ich dann abgebrochen hatte, hat recht lang gedauert, was ich vom PC eigentlich so nicht kenne.
Controller. Sony liefert einen sehr leichten, für meine Begriffe etwas zu leichten Controller mit, der zu meiner Freude ohne Batterien auskommt, da ein fest integrierter Akku, der sich per USB-Kabel laden lässt, verbaut ist. Dies kann man mit dem “Play & Charge Kit” der Xbox vergleichen, wobei Sony handelsübliche USB-Kabel mit normalem und dem kleinen USB-Stecker (bekannt von Digicams z.B.) zulässt, während Microsoft wieder kostenintensives Spezialzubehör benötigt. Bei Inbetriebnahme sollte der Controller mit der Konsole verbunden werden, damit ein erster Saft drauf kommt.
Hauptmenü. Die Menüführung sieht elegant und zeitgemäß aus. Dieses eher auf Jugend getrimmte Design bei der Xbox 360 vermisse ich an dieser Stelle nicht. Keine selbst gestalteten Avatare winken mir zu, wenn ich auf gewisse Menüpunkte gehe und insgesamt sieht die Playstation im Betrieb schlicht und modern aus und nicht so bunt und gezeichnet, wie das Gegenstück aus dem Hause Microsoft. Die Führung durch das Menü ist einfach, man erwartet intuitiv die verschiedenen Optionen an der richtigen Stelle.
Internet. Sehr gespannt war ich auf den Internet-Browser der Playstation. Ich konnte mir auch gar nicht so recht vorstellen, wie das aussehen könnte. Das Ergebnis war dann leider eher ernüchternd. Die Auflösung wird nicht ausgenutzt und die Webseiten wirken auf etwa 50% Breite in der Mitte zusammengequetscht. JavaScript wird scheinbar auch nicht unterstützt. Ich hoffe aber, dass man hier noch ein wenig Feintuning unternehmen kann, so dass der Browser sich vielleicht im Wohnzimmer zu einer netten Alternative zum Notebook entpuppt.
Den Blu-Ray-Player als solchen habe ich noch nicht getestet, das möchte ich gleich mit einem Film kombinieren, was am Wochenende geplant ist. Das Gameplay von FIFA 10 war schon anders, als noch bei FIFA 09 auf der Xbox. Wahrscheinlich ist das aber Gewöhnungssache. Die Grafik kam mir allerdings auf der Xbox etwas besser vor. Aber ein Fußball-Spiel sollte man wohl nicht als Referenz heranziehen. Die grafikintensiven Spiele werden da sicherlich etwas mehr Freude bereiten.
Insgesamt habe ich einen guten Ersteindruck, mit der Hoffnung, dass man am Browser noch drehen kann, da dieser mir mit den Werkseinstellungen nicht wirklich nützt. Sofort erscheint mir die Playstation 3 die sympathischere und anwenderfreundlichere der beiden Konsolen zu sein. Sie hat mehr USB-Ports, begnügt sich mit normalen und eben keinem teuren Sonderzubehör und das lästige Tauschen von Batterien ist passé. Nicht zu vergessen bleibt die integrierte W-LAN-Antenne. Die Einrichtung ist kinderleicht, sofern SSID und Passwort bekannt sind, aber das ist ja am PC das gleiche Schema. Nochmal kurz mit der Xbox verglichen: Damals habe ich 56 Euro für den speziellen Xbox-W-LAN-Adapter gegeben, da diese Konsole weder einen integrierten Sender hat, noch mit einem handelsüblichen Stick funktioniert.
Ob für die Playstation auch so viel “Spielgeld” benötigt wird, wie für die Xbox, gemeint sind “Xbox Live Points” und die kostenpflichtige “Gold Mitgliedschaft” für Onlinegames etc., weiß ich aber noch nicht. Der große Onlinespieler bin ich aber ohnehin nicht, von daher ist das für mich selbst wenig relevant. Die Playstation dient mir ja eher als Multimedia-Station im Wohnzimmer.


